DJI wieder die Nr. 1 auf dem Markt

RATKO | Radomir Gabric

Ich liebe es, wenn DJI ein neues Produkt auf den Markt bringt. Es ist nicht nur besser als der Vorgänger, sondern oft – wie bei der OSMO Pocket – eröffnen sich neue Möglichkeiten, die Ihren kreativen Spielraum extrem erweitern.

Einerseits hat die Mavic 2 Zoom eine Bildqualität, die einfach unglaublich ist. Noch dazu machen die Größe und Akkudauer diese Drohne einfach zum Must-have. Also wenn man ohne 4K/60FPS leben kann, gibt es zur Zeit nichts besseres auf dem Markt. Die OSMO Pocket habe ich gerade bestellt, sie ist jedoch noch nicht angekommen. Diverse Reviews zeigen aber, was uns die Chinesen vorzaubern. Neben der GoPRO 7 ist das die beste Action-Kamera. Kleiner und mit einem 3-Achsen Gimbal geht nicht mehr. Die Foto-Qualität ist nicht gerade spitzenmäßig, aber dafür ist die Videofunktion unglaublich gut.

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Gimbals verändern die Welt

RATKO_Gimbal

Noch vor ein paar Jahren war es unmöglich, mit so wenig Hardware so ruhige Slides und Fahrten in einer Videoproduktion zu erstellen. Heute gibt es dutzende Hersteller, die sich auf verschiedene Gimbals spezialisiert haben.

Angefangen vom Handy, bis hin zu leichten Kameras. Das geht sogar soweit, dass man auf eine Drohne bis zu 15 Kilo schwere Kameras aufhängen kann. Einfach unglaublich! Und die Bedienungsanleitung ist so kurz, dass weniger als eine A4 Seite dafür notwendig ist. Einfach Kamera montieren, Gimbal kalibrieren, einschalten und loslegen. Je nach Hersteller stehen verschiedene Modi zur Verfügung, aber das Prinzip ist immer das gleiche: Man kann entweder die Richtung sperren oder smooth die eigene Bewegung verfolgen.

Der einzige Haken dabei ist, dass immer noch kein Hersteller die vertikale Bewegung in Griff bekommt. Diese entstehen durch Schritte. Links, rechts, seitlich, alles funktioniert perfekt. Nur die ungünstigen Schritte sind noch immer gut sichtbar in der Nachproduktion bzw. beim Videoschnitt. Für wenig Geld, also für knapp über 100 EURO, bekommt man absolute Profi-Gimbals für Smartphones und GoPros. Für 600 EURO kommen Geräte ins Spiel, die noch vor 4 Jahren nur in Hollywood zu sehen waren. Einfach unglaublich in welchem Tempo bestimmte Highend-Bereiche wachsen.

Umgekehrt, zB bei Sensoren tut sich schon seit Jahren kaum etwas. Kleinbildformat im Videobereich ist immer noch das Nonplusultra. Mittelformat ist langsam, vor allem sehr umständlich in der Bedienung. Ich denke, es werden noch ein paar Jahre vergehen, bis die Tiefenschärfe aus dem Mittelformat bei normalsterblichen Videographen zu sehen ist.

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Gehört Filmen mit dem Kran der Vergangenheit an?

Wir benutzen unseren Kran seit Jahren nicht mehr. Es gibt so viele verschiedene und sogar einfachere Möglichkeiten, welche zum gleichen Ergebnis führen.

Nichtsdestotrotz möchte ich unseren Kran nicht verkaufen. Ich kann mir gut eine Kombination mit einer Kranfahrt (Slider) vorstellen. Und statt eines einfachen Stativkopfes zu verwenden, an der Spitze des Kranes ein Gimbal zu montieren, der wiederum mit dem Handy per Bluetooth gesteuert wird. Die Ergebnisse würden manche Profis umhauen. Vor allem ergibt sich dadurch eine ganz andere Möglichkeit an Kreativität und mit relativ wenig Aufwand außergewöhnliche Filmproduktionen zu machen.

Natürlich: Die Entwicklung von Drohnen und Gimbals haben den Kran deutlich in den Schatten gestellt. Aber sogar eine Drohne, die zuerst mit einer Kranfahrt geführt wird und am Ende der Kranfahrt abhebt, würde One-take Clips auch in die Championsleague bringen. Mein Resümee: Wir behalten unseren 2,3m Kran noch eine Weile, da man nicht weiß, was die Zukunft noch bringt!

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