MEGATRENDS Teil 5/6: Mobilität und Konnektivität sind die stärksten Trends unserer Zeit

Konnektivität

Nach dem Megatrend Gesundheit und Sport geht´s heute um einen der stärksten Trends unserer Zeit:

MEGATREND 5: MOBILITÄT & KONNEKTIVITÄT

Mobilität

Ganz im Sinne von klimaaktiv mobil, ist die nachhaltige Mobilität eines der zentralen Themen. So ist beispielsweise ein Hotel der Zukunft ohne elektronische Ladeinfrastruktur nicht mehr denkbar. Carsharing, autonomes Fahren und Drohnenlogistik werden die Unabhängigkeit von Zeit und Ort weiter erhöhen.  Da Luxus zukünftig nicht mehr mit Besitz gleichgesetzt wird, gewinnt Carsharing mehr an Bedeutung, also „Nutzen statt besitzen!“ Auch im Tourismusbereich haben Anbieter eine Lösung parat. Aus Gründen der Stressvermeidung und des Umweltschutzes möchten immer mehr Gäste nicht mehr mit dem eigenen PKW zum Urlaubsort anreißen. Das E-Carsharing Fahrzeug ist öffentlich zugänglich, das bedeutet, neben dem Gast können auch Mitarbeiter/innen das Fahrzeug nutzen. Weiters wird das Fahrrad (eBike) vom Freizeitgerät zum Verkehrsmittel. Es ist ökologisch, billig und gesund.

Konnektivität

Konnektivität bezeichnet die neue Organisation der Menschheit in Netzwerken. Ohne das Internet kann ein Hotel in Zukunft kaum noch überleben. Verbraucher haben wie nie zuvor Einblick in die Tiefe und Breite des touristischen Angebots, das als Grundlage für viele Reiseentscheidungen dient. Facebook, Preisvergleichsportale und Hotelbewertungsplattformen haben zu einem haben zu einem Umbruch in der Branche geführt: 56 Prozent der Gäste schauen sich vor der Buchung Bewertungen auf den Plattformen an. Die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters lösen bei Gästen wie bei Hoteliers aber nicht nur Freude aus. Mit der Flut an Informationen wird man auch schnell verwirrt. Deshalb übernehmen sozialen Netzwerke zunehmend die Funktion der Meinungsbildung. 

Auch der Boom der Smartphone-Apps ist ungebrochen. Apps nehmen den Usern die Angst vor der Softwareinstallation, denn sie sind einfach und simpel zu bedienen. Smartphones und in Zukunft vor allem Tablets werden sich rasant verbreiten. Die Menschen werden es einfach gewohnt sein, alle gewünschten Informationen in Sekundenschnelle zu erhalten, sei es die Information über die Qualität des Service in einem Hotel oder allgemeine Informationen über das Weinangebot in einem Restaurant. Im mobilen Internet dreht sich alles um Kommunikation, Information, Echtzeit und Spiele.

In der Hotellerie:

  • E-Ladestation
  • Car-sharing
  • den Gästen den Reise(all)tag erleichtern (zB Check-in mit einem Tablet-PC gemütlich in der Lounge, aktuelle News und Aktivitäten und nahtlos eingebettete Minivideos sowie kleine Reiseguides am Bildschirm im Zimmer)

Konsequenz Hotellerie: 

Hoteliers müssen sich in Zukunft klar in der real-digitalen Welt positionieren und ihren Kunden auch online entgegenkommen. Digitale Kommunikationstechnologien gewinnen an Bedeutung, dadurch leidet aber Achtsamkeit! Den Gast in das „echte“ Leben integrieren. Sowohl Kommunikationswege über die digitale Welt als auch die „echten“ und „wahren“ Kommunikationswege (offline) nutzen. 

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MEGATRENDS Teil 4/6: Gesundheit und Sport werden immer wichtiger

Megatrend Gesundheit und Sport in der Hotellerie

MEGATREND 4: GESUNDHEIT UND SPORT

Die Menschen sehnen sich nach Angeboten, die ihre GESUNDHEIT unterstützen. Es ist für die meisten Menschen der wichtigste Wert, vor allem in unserer alternden Gesellschaft. Aber auch viele jüngere Menschen überlassen ihre Gesundheit nicht mehr dem Zufall.

Das allgemeine Bedürfnis nach Wohlfühlfaktoren und Erholung vom Alltagsstress besteht weiterhin im Urlaub, aber nicht mehr nur durch passive Entspannung (zB in der Saunalandschaft). Vielmehr geht es um eine ganzheitliche Entspannungskultur, die sich auf die Verbesserung der Lebenskompetenzen konzentriert: körperlich, aber auch emotional und mental. Der Fokus verlagert sich von der körperlichen zur geistigen Gesundheit (Achtsamkeit). Angebote und Therapien, die diese Aspekte berücksichtigen, sind sehr beliebt (zB Ayurveda). Es geht hier nicht um die Heilung von Krankheiten, sondern um die Erhaltung der Gesundheit.

MEDICAL WELLNESS

Es gibt eine enorme Entwicklung rund um das Thema „Medical Wellness“, also das Hotel als Heilstätte: eine neue Symbiose aus Medizin und Tourismus, denn die Angebote sind weder Krankenhaus noch Wellnesshotel. Es umfasst Maßnahmen mit einem gesundheitswissenschaftlich Ansatz zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität. Betriebe, die sich auf Medical Wellness konzentrieren, muss es gelingen, diese beiden Konzepte zu verbinden und daraus etwas Neues abzuleiten.

HOMEOFFICE IM URLAUB

Da die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit für immer mehr Menschen zerfließen, können nicht nur die klassischen Wellness-Hotels ihren Gästen helfen, ihre Work-Life-Balance wiederzufinden. Auch Business-Hotels werden in Zukunft nicht auf geeignete Regenerationsangebote verzichten können. Dabei wird es nicht nur auf die passende Hardware ankommen, sondern auch auf ein Gesamtkonzept des Hotels.

SPORT

SPORT ist ebenfalls eine wesentliche Säule der Hotellerie. Vorbei sind die Zeiten, in denen der urlaubssuchende Tourist am Strand faulenzte. Inzwischen ist bekannt, dass mangelnde Fitness und Bewegung sowie Stress die Hauptfaktoren für Krankheiten sind. In den 24/7-Leistungsgesellschaften ist der Wunsch nach Fitness mehr als nur eine simple Freizeitbeschäftigung. Wer heute Sport treibt, optimiert in erster Linie sich selbst, um seine Leistungsfähigkeit für den privaten und beruflichen Erfolg zu steigern.

In der Hotellerie:

  • über Massagen und andere Spa-Angebote hinaus Gäste bei ihrer gesundheitsbewussten Alltagsplanung unterstützen
  • mit entsprechend gestalteten Hotelzimmern oder der Verwendung von gesundheits-fördernden Bau- und Einrichtungsmaterialien (zB Feng Shui, allergikerfreundliche Stoffe, etc.).
  • intelligente Genusskonzepte in Restaurants (gesunden und heilenden Zutaten).
  • Healing Architecture: Als Prävention gegen Hektik, Stress und ungesunde Umwelteinflüsse werden Gebäude zur Arznei.
  • Detoxing: Gezielte Auswahl von Lebensmitteln und Pflegeprodukten; schädliche, ungesunde Substanzen vermeiden.
  • Übertragung auf psychische Gesundheit: Mentales bzw. digitales Detoxing.
  • Gesunde Balance zwischen tierischer und pflanzlicher Ernährung (Flexitarier)
  • Mind-Sport: der bewusste und achtsame Kontakt mit der Natur, mit anderen oder mit sich selbst steht im Vordergrund.
  • Neue Bedeutung von Sport: Weg von der reinen Selbstoptimierung, hin zu einem Comeback der Bewegung an sich.
  • Nicht nur Workout-Keller anbieten, sondern auch attraktive Sport- und Trainingsmöglichkeiten
  • Self-Tracking: Vitaldaten aufzeichnen & auswerten (fördern die Selbstverantwortung)

Fazit:

Sport und Gesundheit ist ein riesiger Markt für die Hotelbranche, war es schon und wird es immer mehr, denn gesundheitsbewusste Menschen wollen in gesundheitsfördernden Umgebungen aktiv sein. Sportivity verankert sich als grundlegendes Lebensgefühl!

Auch einer der stärksten Trends unserer Zeit ist die „Mobilität und Konnektivität“. Doch darüber mehr in unserem nächsten Blogbeitrag.

 

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MEGATRENDS Teil 3/6: Die Liebe zum Landleben ist Trend

Megatrends Hotellerie

Der Gegentrend zur Urbanisierung und Globalisierung ist die „Landlust“. Sie hat in den letzten Jahren das etwas verstaubte Image abgelegt und bringt mehr denn je Jung wie Alt auf´s Land! Denn die Sehnsucht vieler Stadtbewohner nach natürlichen, ruhigen und stressfreien Lebensräumen wächst.

MEGATREND 3: LANDLUST UND NACHHALTIGKEIT

Der Wunsch nach mehr Platz im Urlaub wächst, denn die Innenstädte haben eine immer größere Bevölkerungs- und Bebauungsdichte. Die Menschen suchen verstärkt Rückzugsorte der Entschleunigung, der Besinnung und Inspiration.

Die Digitalisierung führt zum Nebeneffekt: sie holt uns mehr als erträglich in die Welt der Bilder. „Wir glauben, dass der Weg zurück zur Natur nicht nur ein Trend ist, sondern angesichts der täglichen Informations- und Reizüberflutung ein echtes Bedürfnis widerspiegelt“, sagt Nicola Lichtenberg, Holler-Geschäftsführerin.

NACHHALTIGKEIT

Der steigende Energiebedarf und die daraus resultierende Erderwärmung zwingen uns zum „Umdenken“ bei unseren persönlichen Kaufentscheidungen. Nachhaltigkeit ist das Zukunftsthema quer über alle Branchen, das in den nächsten Jahren die Phase der Rhetorik verlassen wird, denn Konsumenten fordern mehr und mehr ein, dass Produkte und Services auch ehrlich den Prinzipien der Nachhaltigkeit entsprechen. Wer also in Zukunft entspannen möchte, will auch sein Gewissen dabei beruhigt wissen. Der Konsum von Bio-Produkten und Bio-Lebensmitteln, aber auch Kleidung, Möbel und Kosmetika – nimmt zu. Wir erkennen, bewahren und fokussieren uns auf das Wesentliche. Minimalismus bedeutet bewussten und achtsamen Verzicht. Und das steigert unser Wohlbefinden.

Hier noch ein paar Beispiele, wie Sie in der Hotellerie einen Beitrag zum Thema Ökologie bzw. Nachhaltigkeit leisten können, bevor wir uns im nächsten Blog über weitere Megatrends beschäftigen:

  • Gestalten Sie Lieferketten so transparent und so kurz wie möglich.
  • Statt Verpackungsmüll „sorgfältig“ zu entsorgen, erst gar keinen Müll produzieren.
  • Fördern Sie die Glaubwürdigkeit durch Bio-Siegel und -Zertifikate.
  • Kaufen Sie Lebensmittel direkt vom Erzeuger.
  • Spenden Sie Reste vom Frühstücksbuffet.
  • Bieten Sie E-Ladestationen für E-Autos an.
  • Planen Sie einen natürlichen Schwimmteich anstelle eines beheizten Pools.

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MEGATRENDS Teil 2/6: Globale Trends im Auge behalten

Globalisierung Megatrend Hotellerie

Wenn Sie ein erfolgreiches Unternehmen führen wollen, und zwar nicht nur für ein paar Jahre, sondern für Jahrzehnte, spielen globale Trends eine sehr wichtige Rolle. Natürlich wirken sie sich erst mittel- und langfristig aus, aber darum geht es ja auch!

Im heutigen und in unseren nächsten Blogs möchten wir Ihnen über wichtige, globale Megatrends informieren und welchen Einfluss sie auf die Hotelbranche haben. So kommen wir schon zum 1. Megatrend:

MEGATREND 1: GLOBALISIERUNG UND URBANISIERUNG

Die Globalisierung und Urbanisierung sind einer der Megatrends unserer Zeit! Unsere Städte wachsen, verändern ihre Strukturen und werden multikulturelle Metropolen, die immer mehr Menschen anziehen.

Gerade in der Hotellerie sprechen die Trends für sich: Schon heute kommen nur noch 50% der Reisenden aus „dem Westen: Europa und Amerika“. Ab 2035 werden es nur noch 35% sein. Es entsteht eine neue globale Mittelschicht mit riesigen Absatzmärkten. Wenn wir immer die ferne Zukunft im Auge behalten, dann werden die Dinge sehr deutlich: Im Jahr 2050 werden mehr als 70% der Weltbevölkerung in den Städten leben!! Das bedeutet, dass die Städte immer größer und dichter, aber auch intelligenter und grüner werden.

Was bedeutet dieser Megatrend für die Hotellerie?

Die Urbanisierung, insbesondere in unseren dicht besiedelten westlichen Städten, ist räumlich begrenzt. Daraus resultiert der Wunsch, den vorhandenen Raum intelligent zu nutzen. Wohn- und Gewerberäume gehen zunehmend ineinander über. Verschiedene Kulturen teilen sich den Lebensraum, was den typischen Charakter verändert. So entsteht für uns das Urbane – und daraus wiederum ein neuer Lebensstil, der „Urban Lifestyle“. Die Größe des Hotelzimmers wird nur mehr eine untergeordnete Rolle spielen. Hingegen muss die Qualität der Zimmer ständig verbessert werden.

Die neuen Reisenden machen sich frei von sozialen Zwängen; sie sind Individualisten und verfolgen einen flexiblen Lebensstil. Es erfolgt eine Verschiebung von Fremdbestimmung zu Selbstbestimmung. Der Begriff „ICH“ wird immer wichtiger. Somit wären wir beim nächsten Megatrend, nämlich der Individualisierung:

MEGATREND 2: INDIVIDUALISIERUNG

Reisende möchten etwas Besonderes erleben, genießen und immer dort sein, wo es vibriert. Sie möchten sich bewusst Zeit für sich selbst nehmen, die eigenen Bedürfnisse erkennen und die eigenen Werte leben (Achtsamkeit). Die Persönlichkeitsentwicklung steht dabei im Vordergrund (Meditation, Yoga). Dinge selbst zu tun, also „do it yourself“, ist ein großer Bedeutungswandel (zB Gartenarbeit, Kochen, Backen, Basteln).
„Besser statt mehr“ (zB Hochwertiges Fleisch, aber weniger. Mehr Grünflächen in der Stadt statt mehr Einkaufszentren) und „andersartig und neuartig sein“ finden sich in dieser Lebensform wieder – also eine Abgrenzung vom Mainstream.

Genau das muss ein Hotel für den zukünftigen Reisenden ausdrücken. Gefragt sind also Konzepte, die kulturelle und soziale Vielfalt feiern und klug interpretieren. Die Leichtigkeit, die dadurch im Hotel entsteht, spüren auch die Mitarbeiter, und so geben auch sie dieses Lebensgefühl intuitiv an die Gäste weiter.

Im nächsten Blog geht es um einen weiteren globalen Trend, nämlich den Megatrend „Landlust“ und das Thema Ökologie.


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